|
|
|
|
![]() |
Unoficial
Seite die Spisska Bela,
enthaltet history. Creator: Dušan Bozik |
Die Stadt
Spisska Bela liegt im Nordteil des Poprader Kessels in einer Hohe von 631
m/u.NN. Zu ihrem Kataster gehoren die Belaer Tatra und der ebene Teil des
Kessels, den die Gebirgsbache der Tatra und andere Bache durchflisen. Nach
einem von ihnen-dem Bach Biela -ist die Stadt benannt.
Archaologische Ausgrabungen zeugen davon,das dieses Gebiet schon in
prahistoricher Zeit besiedelt war und das hier auch Spuren der Kelten erhalten
blieben. Erst die Slawen - unsere slowakischen Vorfahren - siedelten sich
hier definitiv an und gaben ihrer Siedlung und Teilen ihres Katasters Namen.
Die Siedlung war Bestandteil des Grosmahrischen Reiches. Mitte des 12.
Jahrhunderts wurde sie zu einer organisierten Ortschaft.Sie hatte eine
weltliche und eine kirchliche Verwaltung. Die Entstehung der Pfarre wird
schon um 1072-1092 geschatzt. Ihre Grundlage scheint eine altere Benediktiner
- Einsiedelei mit Kirchlein des Hl. Antonius zu sein.Nach dem Verlust der
Selbstandigkeit des Grosmahrischen Reiches kam auch Gebiet der Zips Ende
des 11. Jahrhunderts in den Staatenbund Ungarn.Unter der Regierung von
Konig Bela IV. liesen sich nach dem Mongoleneifall (1241) - moglicherweise
auch fruhrer - in der Nahe der Ortschaft Bela deutsche Kolonisten nieder.
Mit den Ureinwohneren bildete sie eine gemeinsame Niederlassung, wobei
sie den Namen und das Patrozinium des Hl. Antonius beibehielten. Die erste
schriftliche Erwahnung der Ortschaft befindet sich in der Schenkungsurkunde
Konigs Bela IV. aus dem Jahre 1263. Ber ungarische Konig Stefan V. gab
1271 den Zipser Deutschen umfangreiche Privilegien - ihre Orschaften wurden
zu freien Stadten. Auch Spisska Bela gehorte zu diesen Stadten. Sie genossen
das deutsche Recht: Ihre Einwohner waren personlich frei, konnten einen
Pfarrer und einen Burgermeister wahlen, ihr Eigentum konnte vererbt werde,
sie durfen jagen, Fische fangen und Erz fordern und bearbeiten. Die Stadt
gehorte zur Gemeinschaft der 24 freien Konigsstadte. Der Pfarrer war Mitglied
der Bruderschaft der 24 koniglichen Pfarrer.
1412 verpfandete Konig Siegmund Spisska Bela zusammen mit 12 weiteren
Stadten der Gemeinschaft an den polnischen Konig Vladislav Jagelovsky als
Gagenwert fur einen Kredit von 37000 Shock bohmischer Groschen. Die Verpfandung
dauerte bis 1772 an. Die Stadte wurden nicht aus Ungarn ausgegliedert,
nur die Steuern zahlten sie an den polnischen Statthalter, der auf der
Burg Lubovna. siedelte. 1545 schlos sich Spisska Bela der Reformation an,
was sie ihrem Burger Serpilius Quendel verdankte, der nach seinem Studium
in Wittenberg nach Hause zuruckkehrte. Er wurde evangelischer Pfarrer,
ubernahme die Kirche, die Pfarre und die Schule, die erst im Jahre 1674
im Rahmen der Rekatolisierung an die Katholiken zuruckgegeben wurden. Die
Rekatolissierung war nicht gewaltsam, so das ein bedeutender Teil Einwohnerschaft
evangelisch blieb.
Spisska Bela wurde durch die Ausnutzung der Privilegien zu einer bedeutenden
Stadt. Ihre Handwerker grundeten schon seit dem Jahre 1551 Zechen. 1772
gab es hier 5 selbstandige Zechen und uber 250 Handwerker: Schuhmacher,
Metzger, Schreiner, Farber, Kurschner, Schneider, Stiefelschuster, Schlosser,
Kupfertreiber, Goldschmiede, Backer und Weber, die ihre Leinwand auch in
die Turkei ausfuhrten. Auch die Landwirtschaft bluhte. Durch Ausnutzung
der Weiden im Tatragebiet wurde sie Stadt zu einer Schaf - und Vieh - Grosmacht.
Den Forstreichtum nutzte sie zum Holzexport durch Flosen auf dem flus Poprad
und Weichsel bis ins Baltikum und Herstellung von Schindeln. Sie fuhrte
Muhlensteine aus, besas eine Papierfabrik und drei Muhlen, die Herstellung
von Borovicka und Bier florierte. Die eisenbahnlinie Kosice - Bohumin (1871)
und der Anschlus von Bela an sie gab den Anstos zur Industrialisierung:
Es entstanden eine Weberei (1869), eine Starkefabrik (1878), ein Sagewerk
(1876) und eine Tabakfabrik (1898). Im 19. Jahrhundert herrschte in Spisska
Bela ein reges kulturelles und gegellschaftliches Leben, das schon in der
Vergangenheit in sogenannten Bruderschaften, in Zechen und jetzt in Vereinen
organisiert war. Zu Gesellschafts - und Erholungsorten wurden der Kurort
Balianske kupele (1818) und die Ortschaft Tatranska kotlina. Ihre Entstehung
fuhrte im Jahre 1881 zur Entdeckung der Hohle Belianska jaskyna. Von der
wirtschaflichen Prosperitat und der kulturellen Bildung der Einwohner zeugen
auch historisch und kunstlerisch bedeutende Bauten wie die Kirche des Hl.
Antonius (1260), der Glockentrum (16. Jahrh.), Das Rathaus (16. Jahrh.),
die Mariensaule Immaculata (1729), die evangelische Kirche (1786) sowie
Burgerhauser im Spatrenaissance und Barockstil.
Spisska Bela war von Anfang an eine vorwiegend deutsche Stadt.Slowakischen
Charakter begann sie erst im 19. und 20. Jahrhundert zu erlangen, vor allem
nach dem Weggang und der Zwangsaussiedlung der Deutchen nach dem 2. Weltkrieg.
Auf dem kulturellen Gebiet kann sie stolz auf J.M. Petzval - Museum
in seinem Geburtshaus (1964) und Museum von MUDr. Michal Greisiger in seinem
Geburtshaus (1994) sowie auf die Exponate der Slowakischen Nationalgalerie
im Schlos in Strazky sein.
17.10.1999 .